Archiv 2012

Andreas Goldberger @ Salzkammergut Trophy

Andi Goldberger (Foto: Rudi Knoll)

Vom 200 Meter Mann zum Ausdauerathleten. Einst war Andreas Goldberger das Maß aller Dinge im Skispringen, holte dreimal den Gesamtweltcup, gewann zweimal die Vierschanzentournee und insgesamt 20 Weltcupspringen. Heute bezeichnet er sich als Genusssportler, der zugeben muss, den Wettkampfgedanken immer irgendwo im Hinterkopf zu haben und dennoch aus Spaß an der Freude bei der Salzkammergut Trophy.


Woher kommt die Wandlung vom Skispringer zum Ausdauersportler?
Bewegung hat in meinem Leben immer eine große Rolle gespielt. Musste ich mich früher an Trainingspläne halten und durfte manche Sportarten gar nicht ausüben, so kann ich jetzt alles tun wozu ich Lust habe. Im Winter geh ich Skispringen, Skifahren und Langlaufen, Tennisspielen und Squashen kann ich das ganze Jahr über, Mountainbiken und Laufen geh ich hauptsächlich im Sommer. Ich bin in allen Vereinen der Gegend Mitglied, hab dadurch viele Freunde gefunden, mit denen gemeinsam Sport betrieben wird und manchmal steht man eben auch am Start eines Rennens. Dabei geht es nicht um Platzierungen und Zeiten, auch wenn beim Zusammensitzen danach auch darüber stundenlang diskutiert wird, sondern schlichtweg ums Mitmachen. Uns wird hier eine geniale Veranstaltung in einer wunderbaren Gegend geboten und ich finde, es gehört sich einfach, das Angebot wahrzunehmen und mitzutun.

Mit welchem Ziel nimmst du teil?
Für mich geht es ums Erlebnis. Man lernt auch immer was fürs Leben, über sich selbst. Was geht einem durch den Kopf, wie motiviert man sich auch unter Schmerzen ins Ziel zu kommen? Ich weiß zum Beispiel, dass ich genau eine Stunde auf Asphalt laufen kann, bevor sich mein lädiertes Bein meldet. Es kostet mich jedes Mal Überwindung, länger unterwegs zu sein, aber das ist sicherlich etwas, das ich im Laufe meiner Karriere gelernt habe: Kampfgeist kann dich ganz schön antreiben, Hochs und Tiefs zu überstehen und am Ende Sieger zu sein, zumindest über dich selbst!


Was sind die Kriterien beim Mondsee Halbmarathon?
Oft ist es die Hitze, die den Teilnehmern zu schaffen macht. Je nach Wetter kann es schon am Morgen sehr heiß: Die Leute schlagen zu Beginn oft ein zu hohes Tempo an und sind schon vor der Hälfte leer. Lieber langsamer starten, dafür konstant fahren. Für mich gibt’s an der letzten Labestation immer ein Red Bull mit Wasser als Energiekick für den Zielsprint. Das Rennen findet auf unterschiedlichem Untergrund statt, darauf sollte man sich auch noch einstellen.