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Teilnehmerfotos von allen Teilnehmern findet ihr unter: www.sportograf.comSalzkammergut Trophy 2010
Es ist alles wie gehabt: Noch grau schält sich der Morgen aus dem Rest von Nacht, schnaufend schlängelt ein Menschenband den Asphaltanstieg hoch, lärmend und jubelnd machen ihm die Frühaufsteher unter den Zaungästen Mut. "Hopp, hopp, is nimma weit", fällt unweigerlich der obligatorische Schmäh.
Und doch ist diesmal alles anders. Das Wasser auf Gesicht, Armen und Beinen entstammt zu hundert Prozent körpereigener Produktion, und nicht einer pünktlich zum Start eingetroffenen Schlechtwetterfront. Fahrer wie Publikum tragen ärmellos statt Regenkluft. Und mit jeder absolvierten Kurve schweift der Blick weiter übers sommerlich-sonnige Land. Vergessen der Wintereinbruch vom Vorjahr.
Ab neun Uhr Vormittag geht’s dann Schlag auf Schlag. Im Stunden- und dann Halbstundentakt werden die weiteren fünf Distanzen gestartet. Ein Teilnehmerfeld größer als das andere, wälzen sich die Radlermassen aus der normal so beschaulichen Marktgemeinde hinaus in die Welt. Die neue C-Strecke über 72 km beginnt zwecks Entlastung des 7.000-Seelen-Dorfes überhaupt in Obertraun. Insgesamt sind es 4.200 Teilnehmer aus 36 Nationen, die an diesem Tag per Ein- oder Zweirad eine der Strecken zwischen 27 und 211 Kilometern in Angriff nehmen.
Insofern ist wirklich jeder ein Sieger, der an diesem Tag die Ziellinie sieht. Und selbst jenen, die es nicht schaffen, gebührt ehrlicher Respekt, es überhaupt versucht zu haben.
Um 21:03 bringt der Jubelschrei eines Niederländers die Stimmung der Finisher auf den Punkt: „Yes, I am a man! I did it! I am a man, no boy!“ ruft er seinen Triumph über die A-Distanz in den Zielraum hinaus. Gezeichnet von den Strapazen, durchnässt von den heftigen abendlichen Gewittern, weit entfernt von irgendeinem Spitzenplatz und kaum fähig, sich auf zwei Beinen zu halten – aber glücklich.
Für einen anderen Teilnehmer und dessen Familie ist es zu diesem Zeitpunkt bereits traurige Gewissheit, dass er nicht mehr zurückkommen wird. Nie mehr. Bei einem Überholmanöver bergauf stürzte der 38-jährige Wiener Wolfgang S. im Grabenbachtal zu Tode. Mucksmäuschenstill wird's im Festzelt, als die Veranstalter die schreckliche Nachricht überbringen. Bestürzung und Betroffenheit bleiben bis weit über die Schweigeminute hinaus. Auch bei der Crew von Bikeboard.at, die hiermit den Hinterbliebenen ihre aufrichtige Anteilnahme und ihr tief empfundenes Mitgefühl aussprechen möchte. | ||
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Waldbachstrub 12:00 Uhr | Waldbachstrub 16:00 Uhr |




















